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Kirchengebäude

Kirchengebäude

Alte Ortskirche St. Martin

Die über dem Ziffernblatt der Kirchturmuhr prangende Jahreszahl 1566 verweist mit großer Wahrscheinlichkeit nicht auf das Baujahr der Kirche, denn Kunsthistoriker datieren den älteren Teil des Baus bis ins 15. Jahrhundert zurück. Und auch die erste urkundliche Erwähnung Aystettens 1428 verzeichnet einen Pfarrer und lässt somit auf das Vorhandensein einer Kirche schließen.

Etwa um 1730 begann eine bauliche Erweiterung, bei der das Kirchenschiff erhöht und um etwa 5m nach Westen verlängert wurde.

Eine teilweise Erneuerung der Innenausstattung erfolgte Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Neugestaltung des großen Altargemäldes, welches die berühmte Mantelteilung des Pfarrpatrons St. Martin zeigt, wurde bei dem renommierten süddeutschen Künstler Prof. Gebhard Fugel (Portrait) in Auftrag gegeben.

Aufgrund der stetig wachsenden Einwohnerzahl nach dem Zweiten Weltkrieg war der Bau einer neuen Kirche unumgänglich. Als dieser 1966 vollendet war, wurden die Gottesdienste in der Alten Kirche eingestellt und das Gebäude sollte abgerissen werden. Der damalige Kirchenpfleger Max Rindle konnte dies allerdings verhindern und es gelang sogar, das Gotteshaus durch eine Sanierung (1977-1980) wieder für Gottesdienste zu beleben.

Eine abermalige Renovierung musste 2008 in Angriff genommen werden, da wegen morscher Balken im Dachstuhl die Gewölbedecke einsturzgefährdet war. Die dafür notwendigen Gelder von rund 155.000,- € konnten Dank verschiedener Zuschüsse sowie großzügiger Spenden von Aystetter Bürgern und Vereinen schnell zusammengebracht werden.

Seit Mai 2009 steht das Gotteshaus wieder für kirchliche Feiern offen. Besonders gerne werden dort  Hochzeitsgottesdienste abgehalten.

Die Pfarrei ist auch zukünftig auf die Spendenbereitschaft der Aystetter angewiesen, da für die Alte Kirche kein Personal oder Geld für den Unterhalt zur Verfügung gestellt wird. Die Reinigung übernehmen seit 4 Jahren Ehrenamtliche und gewährleisten so die weitere Nutzung.

Neue Ortskirche St. Martin

Die neue Martinskirche wurde am 8. Mai 1966 von Bischof Josef Stimpfle eingeweiht. 1988 beschloss die Kirchenverwaltung die Renovierung und einen teilweisen Umbau. Der etwas düster wirkende Betoncharakter wurde aufgegeben zugunsten einer hellen, warmen Atmosphäre. Auffallend sind hierbei die künstlerischen Arbeiten von Bruder Benedict Schmitz, die in den farbigen Glasfenstern und dem großen Altarmosaik gipfeln.

Mit viel Eigenleistung der Aystetter Bürger schaffte die Kirchenverwaltung zusammen mit Architekt Reitmayer, der für die Baukörpersanierung verantwortlich war, einen großartigen Umbau, der unsere Ortskirche zu einem weithin beachteten Vorbild für die Sanierung von Betonkirchen macht.

Am 8. Mai 1990 nahm Bischof Josef Stimpfle die erneute Weihe des Gotteshauses vor. Er beschrieb die Umgestaltung der Kirche mit dem Satz: “Nach jedem Karfreitag kommt Ostern”.