11. Die alte Schule
Hier steht 1774 das Haus von Carolus Hillenbrand, der neben seiner Tätigkeit als Mesner im Auftrag der Kirche in seinem Wohnzimmer Kinder unterrichtet.
In dieser „Mesner-Sölde" unterrichtet ab 1798 sein Schwiegersohn Sebastian Geiger.
Als 1805 durch das Königreich Bayern die allgemeine Schulpflicht eingeführt wird, baut er gemeinsam mit Pfarrer Leins die Aystetter Volksschule auf.
1875 lässt die Gemeinde die alte „Mesner-Sölde" abreißen und ein schlichtes Schulgebäude errichten. Im Obergeschoss befindet sich neben der Gemeindekanzlei ein großer Schulsaal für 70 Kinder, während der Lehrer die Räumlichkeiten im Erdgeschoß bewohnt.
1920 wird der große Schulsaal in zwei Klassenzimmer geteilt und eine weitere Lehrkraft eingestellt.
Bei einem Umbau werden 1951 im Erdgeschoß zwei Klassenzimmer eingerichtet, während im oberen Geschoß eine dritte Klasse, sowie ein Lehrerzimmer und eine Garderobe Platz finden.
Nachdem die Schule 1965 in einen Neubau umgezogen ist, entsteht hier zuerst eine kleine Fabrik für Steppdecken, später wird das Gebäude zum Wohnhaus umgebaut.
Quellen:
11 Historische Informationen: - R. Kankowski: Aystetten, eine Chronik, BBK-Verlag 1990
111 Tafel: Josef Dorner; 112 Tonaufnahme/Mischung: ISSA Musik Augsburg;
113 Sprechtext/Sprecher: Jörg Stuttmann;
114-115 Pläne: Gemeindearchiv Aystetten; 116-119 Fotos: privat







