12. Das Armenhaus

Ursprünglich befand sich hier ein Anwesen, das den Aystettern unter dem Hausnamen „Zur Wadelmüllerin" bekannt war.

Ende des l8. Jahrhunderts erwirbt die Gemeinde das Grundstück und lässt hier ein Gemeinde- und Armenhaus errichten. Hatten arme und bedürftige Menschen nicht die Möglichkeit bei Verwandten unterzukommen, war die Gemeinde verpflichtet sie in entsprechenden Einrichtungen, meist Armenhäusern, unterzubringen.

Die Bewohner, die hier kostenlos oder für eine sehr geringe Miete ihr Obdach finden, sind allerdings verpflichtet für gemeindliche Arbeiten zur Verfügung zu stehen, sofern ihnen das gesundheitlich möglich ist.

Der einfache Bau bietet 3 bis 4 Familien Platz und wird noch bis zum zweiten Weltkrieg als Armenhaus betrieben und danach günstig vermietet.

1964 wird das ehemalige Armenhaus abgerissen und an seiner Stelle entsteht das neue Gemeindezentrum mit Grundschule.

Quellen:
12 Historische Informationen: - R. Kankowski: Aystetten, eine Chronik, BBK-Verlag 1990
121 Tafel: Josef Dorner; 122 Tonaufnahme/Mischung: ISSA Musik Augsburg; 123 Sprechtext/Sprecher: Jörg Stuttmann; 124 Luftbild: Luftbildverlag Bertram, Memmingerberg; 125 Foto: privat