4. Der „Aystetter Hof“
Mit dem Bau der Weldenbahn entstehen zeitgleich auch ,,Bahnhofsrestaurationen", um den Ausflüglern nach einem ausgiebigen Spaziergang im Grünen eine gemütliche Einkehr und Stärkung anbieten zu können.
Und so erbaut 1903 auch Josef Ruile gegenüber dem Bahnhof ein gepflegtes Gasthaus mit großem Biergarten und einer Kegelbahn, das bald zu einem beliebten und gut besuchten Ausflugsziel wird.
Ein späterer Pächter lässt sogar vom Bahnhof eine Signalleitung in die Wirtschaft verlegen. Durch ein Klingelzeichen werden die Gäste informiert, dass der Zug zurück in die Stadt demnächst abfahren wird. Man bezahlt und kann sich ohne Wartezeit am Bahnhof direkt in den Zug begeben und die Heimfahrt antreten.
Aus der ,,Bahnhofsrestauration" wird der ,,Aystetter Hof", der über mehrere Besitzerwechsel bis 2015 betrieben und schließlich zu einem Wohnhaus umgebaut wird.
Quellen:
04 Historische Informationen: - R. Kankowski: Aystetten, eine Chronik, BBK-Verlag 1990;
- Baumgärtner / Fiedler, Die Weldenbahn, HMBC, 1993; - Staatsarchiv Augsburg
040 Tafel: Josef Dorner; 041 Tonaufnahme/Mischung: ISSA Musik Augsburg; 042 Sprechtext/Sprecher: Jörg Stuttmann;
043 Postkarte: Verlag J.J. Brack, Augsburg 1912; 044 Postkarte: Kunst- und Verlagsanstalt Hans Pernat, München;
045 Flurplan: Gemeinde Aystetten




