3. Der Bahnhof

Mit dem Bau der Weldenbahn wird der Aystetter Bahnhof nicht nur für den Personenverkehr, sondern auch zu einem Güterbahnhof mit drei Gleisen ausgebaut. Zwei Gleise sind für Pendler und Ausflügler vorgesehen, während Gleis 3 dem Güterverkehr vorbehalten ist.

Hier wird Langholz aus den Staatsforsten verladen, für das ein separater Lagerplatz angelegt wird, aber auch andere Güter wie Getreide, Dünger oder Baumaterialien werden transportiert.

So mancher Aystetter findet hier einen neuen Arbeitsplatz in den Diensten der Bahn und da die Arbeiter und Angestellten am Ort wohnen, werden auch keine Dienstwohnungen benötigt.
Diese Arbeitsplätze fallen allerdings später mit der weitgehenden Automatisierung des Betriebes wieder weg, sodass der Bahnhof ohne Besetzung betrieben werden kann.

Mit dem Bau der Weldenbahn und dem Bahnhof erlebt Aystetten auch einen wirtschaftlichen Aufschwung. Gewerbe und Fabriken siedeln sich an, Ausflügler aus der Stadt beleben die Aystetter Gastronomie und Pendler sind innerhalb von 20 Minuten in der Augsburger Innenstadt.

Mit der Stilllegung der Weldenbahn im Jahre 1986 wird auch der in Holzbauweise errichtete Bahnhof abgerissen und das Areal mit Wohnhäusern überbaut.

Quellen:
03 Historische Informationen: - Baumgärtner / Fiedler, Die Weldenbahn, HMBC, 1993
031 Tafel: Josef Dorner; 032 Tonaufnahme/Mischung: ISSA Musik Augsburg; 033 Sprechtext/Sprecher: Jörg Stuttmann; 034 Videosequenz aus: Die Weldenbahn - Geschichte einer bayerischen Lokalbahn von Elmar Kretz u. Stefan Mühler; 035 Foto 1939: ehem. DB-Archiv, privat; 036 Plan 1958: Staatsarchiv Augsburg; 037 Foto 1965: Hans Brenner, HMBC Welden; 038 Foto 1973: Helmut Fuchs, HMBC Welden; 039 Foto Ende 1970er: Helmut Fuchs, HMBC Welden