2. Der Fliegerangriff 1945
In den letzten Monaten vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs werden vermehrt Verkehrswege und Transporteinrichtungen durch alliierte Tiefflieger angegriffen. Auch Aystetten und die Weldenbahn sind davon betroffen.
Am Dienstag, dem 10. April 1945 ist der Morgenzug auf dem Weg von Augsburg nach Welden, als der Zug im Schmuttertal gegen 8 Uhr von Jagdbombern angegriffen wird. Der Lokführer will den Aystetter Bahnhof erreichen, um den Passagieren die Flucht in den angrenzenden Wald zu ermöglichen, als der Zug kurz vor Erreichen des Bahnhofs von einer der vier abgeworfenen Bomben getroffen wird, während die anderen zu massiven Schäden an den umliegenden Häusern führen.
Durch die Wucht der Detonation wird die Lokomotive aus den Gleisen gehoben und viele Waggons zerstört.
34 Menschen werden bei diesem Angriff getötet, weitere 40 zum Teil schwer verletzt.
Zwei Wochen später ist der Krieg für Aystetten durch den Einzug amerikanischer Truppen vorbei.
Quellen:
02 Historische Informationen: - Baumgärtner / Fiedler, Die Weldenbahn, HMBC, 1993;
- Fessel, Soviel der Häuser auf der Erde stehen …, Frieling Verlag 1999;
- Hans-Adelhoch Volksschule 9. Kl., Ein Bähnle erlebt Geschichte;
- eine Dokumentation zur Nahverkehrsbahn Augsburg - Welden, 1984
020 Tafel: Josef Dorner; 021 Tonaufnahme/Mischung: ISSA Musik Augsburg; 022 Sprechtext/Sprecher: Jörg Stuttmann;
023 Bericht Überlebender: Christian Groß; 024 Foto: ehem. DB-Archiv, privat; 025 Foto: ehem. DB-Archiv, privat;
026 Foto: ehem. DB-Archiv, privat; 027 Foto: ehem. DB-Archiv, privat; 028 Foto: privat






