6. Das Gasthaus „Hirsch“
Im ,,Urbarium" von 1584, einem Verzeichnis von Höfen und Häusern, sind in Aystetten bereits eine „Tafernwirtschaft“ und ein „Preuhaus“ verzeichnet.
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts lässt Bonaventura Wörz hier den alten Gasthof „Hirsch“ errichten, der 1789 an Sebastian Abt veräußert wird.
Als großer Gasthof in der Ortsmitte wird „der Hirsch“ bald zum gesellschaftlichen Mittelpunkt Aystettens. Auf der freien Wiese nebenan finden immer wieder Feste statt, bei denen sich das ganze Dorf trifft. In einem aus Holz errichteten Nebengebäude, dem „Salettl“, finden Tanzveranstaltungen und Theateraufführungen statt. An anderen Tagen kann der Schützenverein hier seinem Vergnügen nachgehen.
In einem Anbau an das stattliche Gebäude des „Hirsch" wird eine Metzgerei eingerichtet, aus der später ein Blumenladen wird.
1989 wird das alte Gebäude schließlich abgerissen und an seiner Stelle in baulicher Anlehnung an den alten Gasthof der neue „Hirsch" errichtet, der mit dem angeschlossenen Bürgersaal auch heute den gemeindlichen Mittelpunkt Aystettens darstellt.





