14. Die neue Kirche St. Martin
In den 1950er und 1960er Jahren wird Aystetten mehr und mehr zur begehrten Wohnadresse, wodurch die Einwohnerzahl massiv ansteigt.
Die im Kern aus dem 15. Jahrhundert stammende St.-Martins-Kirche ist für die Gläubigen zu klein geworden.
Da die Familie von Stetten ein großes, zum Schloss gehöriges Grundstück anbieten kann, gedeihen die Pläne für den Bau eines neuen Gemeindezentrums mit Schule, Verwaltung, Feuerwehr und einer neuen Kirche.
Aus einem Architektenwettbewerb der Diözese geht der Ulmer Architekt Philipp Dreher als Sieger hervor. Der neue Kirchenbau wird am 8. Mai 1966 eingeweiht. Doch die Vorstellung, ein lichtdurchflutetes, blendfreies Gotteshaus zu bekommen, erfüllt sich nicht, sodass die vielen kleinen Dreiecksfenster des Ostgiebels bald darauf verblendet werden. Zudem stellen sich bald erhebliche Baumängel ein, sodass die Kirche schon nach 24 Jahren aufwändig generalsaniert werden muss.
Der Aystetter Architekt Ulrich Reitmayer und der Ingolstädter Künstler und Mönch Benedikt Schmitz gestalten die Kirche unter Beibehaltung der Grundform des Baukörpers neu. An den Seiten werden bunte Glasfenster eingesetzt und die Altarwand des Ostgiebels mit einem großen Mosaik ausgestattet.
Quellen:
14 Historische Informationen: - Max Rindle, Festschrift St. Martin Aystetten, 450 Jahre alte Kirche - 50 Jahre neue Kirche
141 Tafel: Josef Dorner; 142 Tonaufnahme/Mischung: ISSA Musik Augsburg; 143 Sprechtext/Sprecher: Jörg Stuttmann;
144 Luftbild: Edwin Eberhardinger; 145 Foto: privat;
146 Foto: Kirchengemeinde Aystetten; 147 Foto: Kirchengemeinde Aystetten; 148 Foto: Kirchengemeinde Aystetten






