18. Die „Villa Res“

1905 lässt sich der Augsburger Bankier Alfons Res hier eine Villa im herrschaftlichen Stil der Gründerzeit errichten, die 1924 dann von der Familie seiner Tochter übernommen wird.

1938 wird das Haus an Berta Haas veräußert, die hier eine „Kneipp-Villa" einrichten will, in der die naturheilkundlichen Anwendungen des „Wasserdoktors" Sebastian Kneipp angeboten werden sollen.

Vorerst macht allerdings der aufkommende Zweite Weltkrieg diese Pläne zunichte, doch 1949 wird die Idee wieder aufgegriffen. Der Kneipp-Verein wird gegründet und legt im Jahr darauf gegenüber der Res-Villa eine Kneipp-Wiese mit Liegehalle und einem Wassertretbecken an.

lm Keller ihres Hauses richtet Familie Haas Warmbäder und Möglichkeiten für unterschiedliche Kneipp-Anwendungen ein und bietet Kuren für zahlende Gäste an.

In den folgenden Jahren gibt es weitere konkrete Pläne, Aystetten zu einem Kneipp-Kurort auszubauen, aber letztlich fehlten die Mittel und das Vorhaben wurde ad acta gelegt.

2014 wird die ehemalige Villa Res, die im Laufe der Zeit viele pittoreske Details eingebüßt hatte, schließlich als nicht mehr sanierbar abgerissen.

Quellen:
18 Historische Informationen: - R. Kankowski: Aystetten, eine Chronik, BBK-Verlag 1990; - Archiv Kneipp Verein Aystetten; - Erzählungen aus der ehemaligen Besitzerfamilie
181 Tafel: Josef Dorner; 182 Tonaufnahme/Mischung: ISSA Musik Augsburg; 183 Sprechtext/Sprecher: Jörg Stuttmann; 184 Aquarell: privat; 185 Foto: privat; 186 Foto: privat; 187 Foto: Kneipp Verein Aystetten; 188 Foto: privat